Fahrt nach Riefensberg in die Juppenwerkstatt

über den Riedbergpass, Balderschwang, Hittisau fuhren wir nach Riefensberg in den Bregenzerwald. Die Gemeinden liegen allesamt im Naturpark Nagelfluh.

Um kurz nach 10.00 Uhr erreichten wir unser 1. Tagesziel und konnten erstmals beim Färben und Trocknen des Juppenstoffes dabei sein.

  

Von der Färbung des Leinens, über die Herstellung des Glanzes bis zur Fältelung des Juppenstoffes wurden uns die notwendigen Arbeitsschritte anschaulich erklärt.

Die Juppe ist die älteste, erhaltene und noch lebendige Frauentracht im deutschsprachigen Raum. 

Frau Mätzler erklärte uns anhand der verschiedenen ausgestellten Fürtücher aus welcher Epoche diese stammten. Immer wieder wurde die Wäldlertracht vom Zeitgeist beeinflusst. 

Nicht nur die Stickarbeiten, sondern auch der Schmuck und die Tragehöhe des Mieders verdeutlichen dieses dem Betrachter.

Zur Zeit befindet sich eine Sonderausstellung mit sacraler Kunst in der Juppenwerkstatt.

Eine Stickerin erläuterte die aufwendigen Arbeitsschritte bis die "Keaderea" und die Bändel mit den kostbaren Goldstickereien für das Mieder und das Fürtuch ("Bleatz") angefertigt sind.

Wir erfuhren, dass die Juppe wieder vermehrt getragen wird und das mehr und mehr individuelle Stickereien nach alten Vorlagen in Auftrag gegeben werden. Auch die bestickte Kopfbedeckung der Männer wird wieder hergestellt.

Die Juppenträgerin wählt die Kopfbedeckung den Anlässen entsprechend.

Von Riefensberg fuhren wir über Krumbach zurück nach Hittisau um über den Wasserwanderweg zu wandern.

Kurz vor dem Ortskern von Hittisau war ein Armguss sehr willkommen. Wer jetzt noch nicht müde war. der begleitete uns nach Lingenau in den Quelltuffhang.

Den kleinen Rundweg begannen wir hinter der St. Annakapelle auf dem Wanderparkplatz.
  

 

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