Schon lange hatten wir uns auf das Hüttenwochenende auf dem Bödele oberhalb von Schwarzenberg im Bregenzerwald gefreut. Tage vorher kamen im relativ kurzem Zeitraum heftige Schneefälle zustande. Die Meldungen der Straßenverhältnisse wurden immer schlechter: Riedbergpass gesperrt, Balderschwang-Hittisau gesperrt wegen Lawinengefahr, Bödele nur noch mit Ketten erreichbar. Wir sahen unsere Felle davon schwimmen. Aber am Freitag stoppten die Schneefälle tagsüber. Vorsichtshalber haben wir noch Ketten erstanden und los ging es. Anfahrt über Oberstaufen, Ach, Krumbach, Lingenau, Egg, Schwarzenberg und hinauf auf´s Bödele.

Inzwischen hat der Schneefall wieder eingesetzt und wir kamen in der Dunkelheit am Parkplatz an. Mit Hiarabiera (Stirnlampe = Birne am Hirn, an der Stirn) und Gepäck wurde der Anstieg zur Hütte genommen. Bei unserer Ankunft war der Zugang schon längstens von Freunden freigeschaufelt, der Ofen angefeuert und die Hütte gemütlich warm. 

Das Bödele, auch Lose genannt, spielte seit frühester Besiedlung eine maßgebliche Rolle in Schwarzenbergs Geschichte. Die frühen Siedler nutzten diesen einen von zwei Pässen um in den Bregenzerwald zu kommen. Ob auf Fußpfad, Saumweg, Fuhrweg oder Autostraße – über die Lose zog der Personen- und Warenverkehr zwischen Rheintal und Bregenzerwald. Seinen Namen hat es aufgrund seiner flachen Lage am Pass.

Am nächsten Morgen staunten wir nicht schlecht, der Blick vom Aufenthaltsraum nach draußen war stark eingeschränkt. Es hatte die ganze Nacht geschneit. Nach dem Frühstück starteten wir mit den Schneeschuhen auf dem teilweise gewalzten Winterwanderweg Richtung Bregenzer Hütte. Die Bäume hatten unglaubliche Schneelasten zu tragen. Kleinere Hütten schauten schon fast gar nicht mehr aus den Schneemassen. Die Aussicht war natürlich eingeschränkt, aber die Schneeskulpturen am Wegesrand, der viele Schnee auf allem - einfach nur traumhaft schön.

Die Kapelle Hl. Benedikt in der Gemeinde Schwarzenberg ist eine dem heiligen Benedikt geweihte Kapelle in Vorarlberg. Die Kapelle liegt auf etwa 1.200 m Seehöhe, am Weg vom Bödele zur Lustenauer Hütte auf der Alpe Hochälpele. Sie wurde von Theodor und Maria Hämmerle aus Dornbirn gestiftet und in den Jahren 1921–1922 nach dem Plan von Fritz Fuchsenberger erbaut.

Vorbei am Älpele mit der Kapelle, weiter an der Lustenauer Hütte vorbei führte uns der Weg zur Bregenzer Hütte. Unsere je nach den örtlichen Verhältnissen vorgesehene Tour endete hier. Ein Weiterlaufen bei diesen Schneemengen und der hohen Lawinengefahr wäre unverantwortlich gewesen.

Nach einem sauleckeren Johannisbeer-Schorle, heißt hier Johannisbeer-Spritzwink!!!!, traten wir quietschvergnügt den Rückweg an. Der Schneefall wurde immer dichter, einzelne Bäume konnten das Gewicht nicht mehr tragen und stürzten um. Fast wären wir auf Grund des Schneetreibens an unserem Quartier vorbeigelaufen. Abends genossen wir die Kässpatzen auf der Dornbirner Hütte.  Dort erfuhren wir das der Busverkehr zum Bödele eingestellt wird und die Straße nachts hinunter nach Dornbirn auf Grund des Schneebruchs gesperrt wird.

Am nächsten Morgen war der Hüttenausgang fast  komplett zu geschneit, die Fenster nur noch Schlitze und es fing zu regnen an. Wir stiegen am späteren Vormittag ab und konnten das Bödele ohne Probleme wieder verlassen.  In Lingenau,  Hittisau sowie in Oberstaufen - Aach schaufelten die Menschen die Schneemassen im Regen von den Dächern. Daheim im Allgäu waren wir ein paar Stunden ohne Strom.

Fazit: Das Bödele sieht uns wieder, bei besserer Wetterlage und auch im Sommer. Es war ein einziger Wintertraum! Es muss nicht mit Übernachtung sein, die Erreichbarkeit ist bei normaler Wetterlage für Tagesunternehmungen kein Problem. 

Unser Domizil die Lauteracher Skihütte
Schneeschuhspass am Bödele
Schneevogel Bödele (A)
Kapelle Hämmerles Älpele Kapelle Älpele
Winterwanderweg Bödele Die Schneelast bringt die Bäume zum Einstürzen
Die Lustenauer Skihütte
Weg zur Bregenzer Hütte Bregenzer Hütte
Geschwister blödeln im Schnee Beinahe vorbei gelaufen - so starker Schneefall
Die letzten 3 Bilder zeigen die Hütte nach der letzten Nacht. Beim Aufwachen war der Hüttenzugang fast komplett zugeschneit und von der Fensterfront waren nur noch ein paar Schlitze übrig. eingeschneit Lauteracher Hütte
Lauteracher Hütte Lauteracher Hütte

 

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